Archiv der Kategorie: Stadtwerke

„Paprika-Koalition“ für Ökostrom bei der Stadt Bielefeld

(Bielefeld) Wie gut informierte Kreise aus dem Rathaus berichten, entschlossen sich Vertreter der regierenden „Paprika-Koalition“ am heutigen 1. April auf einer Sitzung zur Mittagszeit, dass die Stadt Bielefeld ihre Stromverträge schnellstmöglich auf Ökostrom umstellen wird. Die Vertreter von SPD, Grünen, Bürgernähe und Piraten werden sich zudem dafür einsetzen, dass die Stromprodukte der Stadtwerke ab 2018 ausschliesslich „grün“ und klimafreundlich sind.

Statt dem Schwarz der Kohle und dem Gelb des Atomstroms setze man nun komplett auf Erneuerbare Energie. In einer Übergangsphase wird auch Kraft-Wärme-Kopplung aus Müll- und Erdgasverbrennung zur Strom- und Wärmeerzeuguung genutzt, bis der weitere Ausbau der Wind- und Solarenergie, sowie bessere Recyclingsysteme dies überflüssig machen.

Speziell die Bielefelder SPD musste hart mit sich ringen, um sich vom lokalen Kohle- und Atomstrom-Befürworter zu einem Fürsprecher einer sozial und wirtschaftlich sinnvolleren erneuerbaren Energiepolitik zu wandeln, aber auch deren Vertreter hoben die aktuelle Petition „Ökostrom.STADT + Graustrom.ENDE“ der Bürgerinitiative „Bielefeld steigt ein“ als gute Anregung hervor. Jetzt, zwischen den Jahrestagen der Fukushima- und Tschernobyl-Katastrophen, sei der richtige Zeitpunkt um eine erneuerbare Zukunft zu planen.

Laut der Initiative haben bislang 170 Menschen die Forderung „Ökostrom.STADT + Graustrom.ENDE“ unterschrieben. Die Hälfte der angepeilten Laufzeit der Petition ist erreicht. Trotz des positiven Signals aus dem Rathaus werden aber weiter Unterschriften gesammelt. Die Organisatoren sind sicher: Bis zum 30. Tschernobyl-Jahrestag am 26. April werden noch einige dazukommen. Jede/r kann mithelfen: Die Webseite bielefeld-steigt-ein.de/#unterschreiben empfehlen, auf Facebook teilen, auf Twitter darüber berichten,… Zudem wird die Petition bei einigen Veranstaltungen in Bielefeld vorgestellt, wie „Bielefeld steigt ein“ mitteilt:

So. 3.4. | „Glücksmomente in der Altstadt Bielefeld“

Am 3. April ist verkaufsoffener Sonntag. Es werden von 14-16 Uhr Unterschriften in der Einkaufsstraße gesammelt. Treffpunkt für Mitsammelnde ist von 14-14.15 Uhr der Anfang der Fußgängerzone-Altstadt bei „Feine Räder“. Dann flanieren wir bei Sonnenschein mit rollendem Infotisch durch die Innenstadt. Mitbringen: Kuli und gute Laune.

Mi. 6.4. | „Die Energiewende geht weiter – Perspektiven für OWL“

Die Initiative ist zwar nicht offiziell eingeladen, aber wenn der Oberbürgermeister auf einer Energiewende-Veranstaltung spricht, wird die Forderung nach mehr Energiewende in Bielefeld präsent sein. Jede/r kann sich für dieses kostenlose Event mit „get together“ anmelden:

Gemeinsam mit der Universität Bielefeld, der Fachhochschule Bielefeld sowie der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. veranstaltet Energie Impuls OWL am 6. April 2016 um 17 Uhr unter dem Titel „Die Energiewende geht weiter – Perspektiven für OWL“ die Auftaktveranstaltung für 14 folgende Kolloquien, die von April bis Juli an der Uni Bielefeld stattfinden.

Die Fakultät für Physik der Universität Bielefeld öffnet seine Wissens- und Forschungswelten für alle Akteure aus Technik, Politik, Gesellschaft, Unternehmen, Energieversorgung oder Initiativen für einen konstruktiven inter- und transdisziplinären Austausch zum weiteren Fortgang der Energiewende.

Online-Anmeldung: www.energie-impuls-owl.de/985.0.html
Einladung & Programmablauf: www.energie-impuls-owl.de/fileadmin/redakteure/energie_impuls/Flyer/Flyer_2016/Einladung___Programmablauf.pdf

Die Webseiten zur Petition:

bielefeld-steigt-ein.de
twitter.com/bi_steigt_ein
web.facebook.com/bielefeldsteigtein

www.openpetition.de/petition/online/oekostrom-stadt-bielefeld-jetzt-graustrom-ende-bei-den-stadtwerken-bielefeld

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#Help us switch @stadtbielefeld to #renewable #energy. #earthhour

Jetzt ist #earthhour. Ich wünsche mir, dass alle teilnehmenden Städte auf Erneuerbare Energie umstellen. Helft uns, die Stadt Bielefeld umzuschalten. Verteilt den Flyer, sammelt Unterschriften, hängt euch das Plakat ins Fenster, in die Uni-Treppenhäuser,… lets go! ;-)

#Flyer:
Flyer_Bise_Mahnwache_Maerz_2016

#Unterschriftenliste zum Sammeln:
unterschriftenformular.oekostrom-stadt-bielefeld-jetzt-graustrom-ende-bei-den-stadtwerken-bielefeld

#Plakat
petition_schild_windrad

Am Haller Weg wirbt ein Windrad für Ökostrom und Ökostrom.STADT + Graustrom.ENDE:windrad_nacht_web

 

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Medien-Info: Bürgerbeteiligung gestartet, Petition für Energiewende in Bielefeld

Die Stadt Bielefeld beteiligt sich am Samstag an der symbolischen Aktion „Earth Hour“ und schaltet an eingen Gebäuden für 2 Stunden die Lichter aus, da dies laut Anja Ritschel, Beigeordnete für Umwelt und Klimaschutz, für den „bewussten Umgang mit Energie sensibilisiert.“

Wir, die Initiative „Bielefeld steigt ein“, möchten mehr als Symbolik und haben diesen Anlass genutzt,  um unsere Forderungen an die Stadt Bielefeld: „Atom- und Kohleausstieg!“, den Medien zu erklären. Eine Anfrage von der Neuen Westfälischen haben wir schon bekommen. Man wunderte sich, was es denn bringt bei der Stadt die Lichter auszuschalten, wenn eh keiner da ist am Abend.

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Medien,


Aus Anlass der Jahrestage von zwei großen Atomkatastrophen hat ein Bündnis aus 
Bielefeld eine Petition gestartet: Vom 5. Fukushima- bis zum 30. 
Tschernobyl-Jahrestag kann "Ökostrom.STADT + Graustrom.ENDE" auf 
http://bielefeld-steigt-ein.de unterzeichnet werden. Im Anschluss werden die 
Beschlussvorlagen an die Stadt Bielefeld übergeben. In der angehängten PDF-Datei 
erfahren Sie ausführlich, warum Bielefeld (noch) kein Vorbild beim Strommix ist, 
wie wir Bielefeld ab 2017 erneuerbar bekommen wollen und welche Gefahren vom 
nahen AKW Grohnde ausgehen.

Unsere Medieninformation in ganzer Länge:

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Bericht + Bilder von der Fukushima-Mahnwache am 5.3.2016 in Bielefeld

Trotz schlechten Wetters konnten wir Dank gutem Teamwork und mit der Unterstützung der angrenzenden Kirche einiges in der Bielefelder Fußgängerzone aufbauen. Durch die fleißigen HelferInnen  konnten wir, gestärkt mit Kaffee und Kuchen, 90 Unterschriften für unsere Forderungen „ÖkostromSTADT + GraustromENDE“ gewinnen. Danke!

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Gegen 13 Uhr stand fast alles. Kurz zuvor war auch der Stadtwerke Geschäftsführer Uekmann vorbeispaziert ;-)

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Immer wieder kamen Interessierte an den Stand, ließen sich zum Ökostrom-Wechsel beraten und unterschrieben für ÖkostromSTADT + GraustromENDE, sowie für die Beibehaltung der Brennelementesteuer.

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Gut kooperiert haben wir auch mit einem Cateringservice und dem Blumenstand am Alten Markt. Neben unserer Mahnwache war immer ein Parkplatz frei. Zudem sorgen zwei Straßenmusiker zu Beginn für schöne Musik.

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Fast nicht zu erkennen: Ein löchriges AKW in der Altstadt.

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Um 14 Uhr stellten wir die neue Kampagne einem Reporter der NW vor, um 15 Uhr dann via Lautssprecheranlage den BielefelderInnen. Thema war auch das „Bielefelder“ AKW Grohnde, das heute nicht mehr genehmigungsfähig wäre und bekannten Gefahren nicht standhalten kann. Die deshalb eingeleitete Klage gegen den Weiterbetrieb des AKW Grohnde brachten wir den BielefelderInnen näher.

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Dr. Angelika Claußen berichtete vom Fukshima-Tschernobyl-Kongress der IPPNW, von aktuellen Aktivitäten für die Stilllegung der Urananreicherung in Gronau und der Brennelementefabrik in Lingen, die auch für extrem anfällige Reaktoren in Belgien und Frankreich arbeiten.

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Das in sich zusammenfallende AKW sorgte bei der Störfallsimulation mit „Feedback“-Atomalarm nach der Kundgebung und beim Abbau für irritierte Blicke.  So soll es sein. Danke an alle Beteiligten!

Am 11.3.2016 ab 16:30 Uhr findet ebenfalls am alten Markt eine weitere Fukushima-Mahnwache mit Plakatausstellung statt. Die Ausstellung stammt von „.ausgestrahlt“, Veranstalter ist Greenpeace.

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Fakten zum Bielefelder Strom

Energieträgermix Stadtwerke Bielefeld

Die Stadtwerke Bielefeld beziehen weit mehr Atomstrom als der Bundesdurchschnitt, denn Sie sind Miteigentümer des Atomkraftwerk Grohnde. Von dort soll – nach Planungen der Stadt und der Stadtwerke – bis Mitte 2018 der Großteil des Stadtwerke-Stroms kommen:


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Das AKW Grohnde darf laut Bundesatomgesetz bis Ende 2021 betrieben werden. Vor kurzem ist aus Sicherheitsgründen Klage gegen den Weiterbetrieb des AKW eingelegt worden.

Zur Zeit ist unklar, wo die Stadtwerke sich nach 2018 positionieren wollen: Als Atom- und Kohlestrom-Händler oder als zukunftsfähiges und nachhaltiges Unternehmen, das endlich auf Kohle- und Atomstrom verzichtet.

Ökostrom bei der Stadt Bielefeld:
Im Jahr 2011 waren es 0,53 %

In den aktuell stattfindenen Workshops der städtischen Veranstaltung „Zukunftsforum Klimaschutz“ wurden einige Fakten vom Umweltamt zusammengetragen und im Januar 2016 ausgegeben.

Sehr beeindruckend ist der geringe Anteil an zertifiziertem Ökostrom am Gesamtstrom kommunaler Gebäude [in Bielefeld]: Im Jahr 2011 waren es sagenhafte 0,53 % oder 88 MWh.

Teurer Ökostrom von den Stadtwerken

Während das Land NRW durch den Umstieg auf günstigen Ökostrom ab 2016 ca. 8 Milliionen Euro pro Jahr einspart, sind die Stadtwerke Bielefeld noch ganz die „alte Schule“: Ökostrom und der neue „Bielefeld-Strom“ aus Kraft-Wärme-Kopplung werden teurer angeboten, als der hochgefährlich erzeugte Atomstrom und der schmutzige Kohlestrom. Allerdings unterbieten Ökostrom-Pioniere sogar den Preis des Bielefelder Atomstroms. Unsere Schwesterseite http://bielefeld-steigt-aus.de hat einen Vergleich veröffentlicht:
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Flyer: Aktion am 5.3.2016

Eine Kurzvorstellung der Kampagne und Werbung für unsere angemeldete Mahnwache enthält unterer Flyer. Gerne ausdrucken und verteilen!

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bielefeld-steigt-ein.de | Neue Kampagne 2016:
„Ökostrom.Stadt“ + „Graustrom.Ende“

Als unseren Beitrag zum 5. Jahrestag der Nuklearkatastrophen in Fukushima, werden wir die Beschlussvorlagen „Ökostrom.Stadt“ und „Graustrom.Ende“ bei der Stadt Bielefeld einreichen, denn es deutet sich Weiterbezug von Atomstrom aus dem AKW Grohnde und die Ausweitung des Bezugs von Kohlestrom bei der Stadt- und den Stadtwerken Bielefeld an.

Am 5.3.2016 werden wir die Beschlussvorlagen auf einer Mahnwache mit Kundgebung öffentlich vorstellen. Wir möchten Verbände und interessierte Menschen als Unterstützung der Forderungen und der Aktion gewinnen.

Samstag, 5. März 2016 | Aktion:
„NIE WIEDER Atomkatastrophen!“

Niedernstr. / rote Telefonzelle, nahe Alter Markt Bielefeld

  • 12-18 Uhr Mahnwache mit großem Atomkraftwerk
  • 14 Uhr Pressetermin:
    Vorstellung „Ökostrom.Stadt“ und „Graustrom.Ende“
  • ab 15 Uhr Kundgebung
  • 15:15 Uhr Atomalarm mit Störfall
2014: „Ökostrom für die Stadtbahn“ … erfolgreich!
2016: „Ökostrom.Stadt“ + „Graustrom.Ende“ … los geht’s!
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Neue Kampagne: „Ökostrom.Stadt“ + „Graustrom.Ende“

Als unseren Beitrag zum 5. Jahrestag der Nuklearkatastrophen in Fukushima, werden wir die Beschlussvorlagen „Ökostrom.Stadt“ und „Graustrom.Ende“ bei der Stadt Bielefeld einreichen. Es  darf nicht sein, dass in Bielefeld immernoch kein endgültiger Ausstieg aus Kohle- und Atomstrom geplant wird! Es deutet sich sogar Weiterbezug von Atomstrom bei der Stadt und den Stadtwerken über das Jahr 2018 hinaus an.

Wir möchten Verbände und interessierte Menschen gewinnen, die unsere Forderungen unterstützen. Bitte meldet euch bis zum 4.3.2016! Am 5.3.2016 werden wir die Beschlussvorlagen auf einer Mahnwache mit Kundgebung öffentlich vorstellen. Wir freuen uns auf Mitmachende und BesucherInnen, vielleicht sogar mit passendem Redebeitrag, Musik oder Lärmgeräten für  den Atomalarm.

Samstag, 5. März 2016 | Aktion:
„NIE WIEDER Atomkatastrophen!“

  • 12-18 Uhr Mahnwache mit großem Atomkraftwerk
  • 14 Uhr Pressetermin:
    Vorstellung „Ökostrom.Stadt“ und „Graustrom.Ende“
  • ab 15 Uhr Kundgebung
  • 15:15 Uhr Atomalarm mit Störfall

Niedernstr. / rote Telefonzelle, nahe Alter Markt Bielefeld

2014: „Ökostrom für die Stadtbahn“

Im Jahr 2014 haben wir diese Seite ins Leben gerufen. Kurz nach der öffentlichen Ankündigung der Kampagne „Ökostrom für die Stadtbahn“, teilte der damalige Stadtwerke-Geschäftsführer Wolfgang Brinkmann mit, dass die Stadtbahn rückwirkend ab Januar 2014 Ökostrom bezieht. Dies sehen wir als unseren Erfolg an.

2016: „Ökostrom.Stadt“ und „Graustrom.Ende“

Jetzt wollen wir die Weichen in Bielefeld erneut richtig stellen, denn es droht der Weiterbezug von Kohle- und Atomstrom (auch aus dem AKW Grohnde!) .

  1. Die Stadt bezieht in Ihren Gebäuden größtenteils keinen Ökostrom, obwohl der andernorts oft günstiger ist als die Graustrom-Altverträge.
  2. Die Stadtwerke Bielefeld handeln größtenteils mit Graustrom unbekannter Herkunft, überwiegend aus Kohle- und Atomkraftwerken.

…beides wollen wir ab jetzt ändern!

Unser Ziel sind 100% erneuerbare Energieversorgung und vorbildlicher Klimaschutz. Dabei ist die nachweisbare Förderung des Ausbaus erneuerbarer Anlagen wichtig. Statt weitere Jahrzehnte Graustrom aus unbekannten Quellen zu nutzen, sollte jetzt ein zukunftsfähiger Weg eingeschlagen werden. Die Stadt sollte spätestens 2017 auf Ökostrom umstellen und in den Stromprodukten der Stadtwerke sollte schnellstmöglich (spätestens ab 2018) nur noch Strom mit bekannter Herkunft aus erneuerbaren Anlagen und aus kohlefreier Kraft-Wärme-Kopplung genutzt werden.

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