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Stadt Bielefeld beschließt Stadtwerke-Bericht mit Option „Graustrom.ENDE“

Der Haupt-, Wirtschaftsförderungs- und Beteiligungsausschuss hat am 22.09.2016 beschlossen, von den Stadtwerken einen Bericht anzufordern, der die Möglichkeiten und Auswirkungen eines Verzichts auf „Graustrom“ darstellen soll. Damit hat die Petition „Ökostrom.STADT und Graustrom.ENDE“ ein weiteres Zwischenziel erreicht: Alternativen werden ergründet.

Zuvor hatte „Bielefeld steigt ein“ mit einer Pressemitteilung und einer Stellungnahme an die Parteien Kritik geäußert. Die Verwaltung sah keinen Handlungsbedarf bei den Stadtwerken. Allerdings hatten diese schon im April 2016 in der Presse anklingen lassen, dass es noch kein gutes Konzept für 2018 gibt:

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Protokoll einer Unterstützerin der Petition zum TOP 10 in der Sitzung am 22.09.2016:

  • Die Linke (Frau Schmidt) verweist auf die Tischvorlage (das ist eine Vorlage, die nicht der Einladung beigefügt wird, sondern direkt in der Sitzung auf den Tisch gelegt wird).  Nach dem Hinweis, dass es schon Kommunen gäbe, die 100 % Ökostrom haben, führte sie aus, dass es hier an einer belastbaren Einschätzung fehle, welche Wirkungen und Folgen der Verzicht auf Graustrom mit sich bringe. Die Stadtwerke sollten gebeten werden, eine solche Einschätzung abzugeben.
  • Die CDU  erklärt, es sei natürlich möglich, so zu verfahren. Die Stadtwerke seien aber ein eigenständiges Unternehmen, deshalb solle man die Verantwortung dort lassen. Es bedeute eine gewisse Einschränkung des Handlungskonzepts der Stadtwerke. Das Umfeld werde ohnehin immer schwieriger. Einschränkungen kosteten Geld, Arbeitsplätze und verringerten die Wettbewerbsfähigkeit.
  • Die Grünen erklären, dass sie sich dem Antrag der Linken anschließen.
  • Der OB schlägt vor, dass die Stadtwerke einen Perspektiv-Bericht abgeben sollten unter Einbeziehung des Verzichts auf Graustrom.
  • Die CDU weist nochmals darauf hin, dass alle finanziellen Auswirkungen und auch andere Auswirkungen zu berücksichten seien.
  • Die BfB (Frau Becker) erklärt, dass die Klimaziele laut Ratsbeschluss verfolgt werden. Zudem sei es unverständlich, dass nur ein Ökostrom mit Label in Frage kommen solle (wörtlich: Ökostrom mit Schleifchen). Dies deute auf ein gewisses Misstrauen hin gegenüber den Stadtwerkten (dem Aufsichtsrat).
  • Die Linke (Frau Schmidt) erklärt: auch wenn bei der Reduzierung der CO2-Belastung die Ziele verfolgt worden seien, so seien wir doch klimapolitisch 5 nach 12.
  • Der OB schlägt nochmals vor, diesen Perspektivbericht für einen Verzicht auf Graustrom unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erstellen zu lassen.
  • Einwurf von der Bürgernähe/Piraten (Herrn Heißenberg): wenn über diesen Bericht in öffentlicher Sitzung beraten wird, werden bestimmte Zahlen nicht erscheinen.
  • Frau Schmidt meint, alles, was nicht geschäftsschädigend ist,  in die Öffentlichkeit soll.

Beschluss: Der Bericht soll angefordert werden

Christian Heißenberg von der Ratsgruppe Bürgernähe/Piraten hat nochmal konkretisiert:

die Linken hatten einen Antrag zur Darstellung des Graustrombezugs eingebracht (Tischvorlage), den der OB dann erweitert hatte um einen kompletten Perspektivbericht einschl. nichtöffentlicher SWB-Zahlen. Barbara und ich haben uns dann für eine öffentliche Darstellung eingesetzt, die dann also lt. OB in einem zweiten Schritt folgen soll. Wie ich das dann wahrgenommen habe, fand das so breite Zustimmung.

Der Antrag der LINKEN

Antrag zu TOP 10 zum Haupt-, Wirtschaftsförderungs- und Beteiligungsausschuss,
22. September 2016
Ökostrom.Stadt + Graustrom.Ende

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
Der Haupt-, Wirtschaftsförderungs- und Beteiligungsausschuss möge beschließen:

Der Haupt-, Wirtschaftsförderungs- und Beteiligungsausschuss bittet die Geschäftsführung der Stadtwerke Bielefeld um einen Bericht, ob und unter welchen Bedingungen der Verzicht auf Graustrom für die Stadtwerke und für die Stadt Bielefeld als EndnutzerIn möglich ist.

Begründung: Es gibt eine Reihe von Stadtwerken, die zu 100 Prozent Ökostrom anbieten. Bevor der Ausschuss die Bürgeranregung zu den Akten / in den Papierkorb legt, wäre eine umfassende Information erforderlich.

Mit freundlichen Grüßen
Barbara Schmidt

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Stadt Bielefeld beschließt Bezug von Ökostrom ab 1.1.2017

  • Petition erreicht Umstellung des städtischen Strombezug auf Ökostrom
  • Bürgerinitiative „Bielefeld steigt ein“ fordert Verpflichtung zu Neuanlagenquote und ist im Gespräch mit dem genutzten Ökostromlabel „EKOenergy“
  • Wegen Lieferung durch Stadtwerke Bielefeld im Rahmen des laufenden Vertrages nicht günstiger

Ökostrom.STADT!

Bei der Sitzung des Haupt-, Wirtschaftsförderungs- und Beteiligungsausschuss am 30.06.2016 wurde die Umstellung des städtischen Strombezug auf Ökostrom beschlossen.

Die Abstimmung kam unerwartet, da für den Tag nur eine Informationsvorlage der Verwaltung vorlag. Zur Sitzung wurde von der Paprikakoalition (SPD, Grüne, Piraten, Bürgernähe) eine Beschlussvorlage vorgestellt, die eine Umstellung des städtischen Strombezuges auf Ökostrom mit Zusatz-Zertifizierung vorsieht. Gegen die Stimmen von CDU, BFB und FDP wurde die Umstellung zum 01.01.2017 beschlossen.

Die jährlich 35.000.000 kWh Strom, den städtische Gebäude verbrauchen, sollen weiterhin die Stadtwerke Bielefeld im Rahmen des laufenden Vertrages liefern. Darin seien Änderungsklauseln vorhanden, die auch die Umstellung auf zertifizierten Ökostrom ermöglichen.

Die Kosten des Strombezuges beliefen sich bisher auf rund 7 Millionen Euro und sollen durch die Umstellung um Brutto 104.000 Euro teurer werden. Durch die Beteiligung am AKW Grohnde dürfen die Stadtwerke Bielefeld das bislang genutzte Label „OK Power“ ab 2017 nicht mehr verwenden und sind auf das erst 2013 gegründete Ökostromlabel „EKOenergy“ aus Finnland umgestiegen.

„EKOenergy“ hat eine internationale Ausrichtung und legt bei der Zertifizierung von Strom hohen Wert auf Umweltschutzbelange beim Standort der erneuerbaren Anlagen. Keine Richtlinien gibt es allerdings in Bezug auf das Alter und die Besitzer der Ökostromanlagen. So dürfen z.B. auch alte Windräder des schwedischen „Vattenfall“-Konzerns „EKOenergy“ liefern.

Das Alter und die Eigentümer der liefernden Anlagen für die Stadtwerke ist noch nicht bekannt, aber „Bielefeld steigt ein“ ist im Gespräch mit „EKOenergy“.  Die Initiative und André Plümer (Initiator der jetzt teilweise umgesetzten Petition „Ökostrom.STADT + Graustrom.ENDE“ ) fordern von den Stadtwerken eine Verpflichtung auf eine Neuanlagen-Quote wie beim Land NRW, die in der Petition explizit genannt war.

Graustrom.ENDE?

Weiter in der Diskussion bleibt der Stromhandel der Stadtwerke: Es steht noch nicht fest, ob Sie auch nach 2018 weiter Atom- und Kohlestrom ein- und verkaufen.  „Bielefeld steigt ein“ hofft, dass aus Einsicht in die nötigen Klimaschutzanstrengungen ein beschleunigter Ausbau erneuerbarer Anlagen und zusammen mit bestehenden Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen deren ausschließliche Nutzung für Stromlieferungen der Stadtwerke beschlossen wird.

Schon 2014 hatte die Initiative „Bielefeld steigt ein“ Ökostrom für die Stadtbahn gefordert, was kurz darauf von den Stadtwerken umgesetzt wurde. Die Forderungen nach einem „moBiel-Windpark“ mit Bürgerbeteiligung für die Eigenerzeugung des genutzten Stroms sind aber bislang nicht umgesetzt. Dies könnte nach Ansicht der Initiative den Bezug der Bürgerinnen und Bürger zu „Ihren“ Windenergieanlagen verbessern.

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31.5.2016 | 17 Uhr | Petition für Energiewende in Bielefeld im Bürgerausschuss

Sehr geehrte UnterstützerInnen und MedienvertreterInnen.
Wir laden Sie herzlich ein, dabei zu sein:

  • 779 Menschen unterstützen „Ökostrom.STADT + Graustrom.ENDE“

  • Petition mit Stellungnahme von uns am Dienstag 31. Mai 2016 ab 17 Uhr im Bürgerausschuss: Altes Rathaus Bielefeld, Niederwall 25, Naharyia-Raum 1. Stock

  • Treffpunkt „Bielefeld steigt ein“ 16:30 Uhr: Mit Petitions-Steckdosen, Banner und Antiatomfahnen an den Rathaus-Treppen.

In einer Zeitleiste haben wir die jüngere Energiepolitik in Bielefeld aufgelistet. Nun freuen wir uns auf ein neues, gutes Kapitel: Wohlwollende Prüfung und Umsetzung unserer Anregung für Ökostrom bei der Stadt Bielefeld und für ausschließlich erneuerbare Energie und Kraft-Wärme-Kopplung bei den Stadtwerken Bielefeld.

Im April 2011 wurde im Rat schon beschlossen, die vollständige Beendigung des Atomstromsbezug bei Stadt- und Stadtwerken Bielefeld zu prüfen. Jetzt muss der Atom- und Kohleausstieg nur umgesetzt werden. Der städtische Pensionsfonds hat dies im Februar 2016 schon beschlossen: „keine Beteiligung an Unternehmen, die Atomenergie erzeugen oder auf nicht nachhaltige und klimaschädliche Energien setzen.“

Noch im Mai 2016 sagte Stadtwerke-Sprecher Lufen zu unserer Petition: „100% erneuerbar [ist] nicht unser Geschäftsmodell“. Der Klimagipfel von Paris mit dem Ziel „deutlich weniger als 2 Grad Erderwärmung“ und die aktuellen Schäden im Kühlsystem des AKW Grohnde sollten aber eine Mahnung an Alle sein, sich genau jetzt für eine schnelle Energiewende mit erneuerbaren Energien ein- und diese mit umzusetzen!

Petition mit Begründung:
https://www.openpetition.de/petition/online/oekostrom-stadt-bielefeld-jetzt-graustrom-ende-bei-den-stadtwerken-bielefeld

Zeitleiste Energiepolitik in Bielefeld:
http://bielefeld-steigt-ein.de/wp-content/uploads/Zeitleiste-Energiepolitik-in-Bielefeld.pdf

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Petition für Ökostrom an Stadt Bielefeld übergeben

  • Nächster Termin:
    Öffentlicher Bürgerausschuss mit Stellungnahme von uns (vorraussichtlich) am Dienstag, 31. Mai 2016 – Wir freuen uns über Unterstützung! 17 Uhr, Nahariya-Raum (1. Stock), Altes Rathaus Bielefeld.
  • Die Presse hat von der Übergabe berichtet.
  • Stadtwerke äußern sich ablehnend und kritisieren Träger des „Innovationspreis der SPD 2011“ Elektrizitätswerke Schönau.

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Am Donnerstag dem 11. Mai 2016 haben wir die Petition im Rechtsamt im Bielefelder Rathaus übergeben. Versammelt waren:

  • Der Vorsitzende des Bürgerausschusses,
    CDU-Politiker Henrichsmeier.
  • 2 städtische Angestellte
  • 2 Journalisten
  • 4 Unterstützende der Petition

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Der Fotojournalist hatte es eilig. Schnell wurde ein Bild geschossen (man erkennt noch die vom Fahrtwind zerzausten Haare, denn die Petitions-Steckdosen wurden „just in time“ im Fahradanhänger mitgebracht). Danach erläuterten wir die ausgedruckte Gesamtliste + Fotoausdrucke der Unterschriftenformulare. Vom Rechtsamt wurde auf vorgeschriebene händische Unterschrift hingewiesen und diese auf beide Beschlussvorlagen gesetzt.

Im Pressegespäch ging es auch um Kosten. Erstes Vorurteil: Ökostrom muss teurer sein: Wir wiesen auf die Einsparungen bei der NRW Landesverwaltung hin. Dann wurden die Elektrizitätswerke Schönau Thema, da Sie Ökostrom (für Privatkunden) günstiger anbieten, als die Stadtwerke ihren Atom- und Kohlestrom.

Im Presseartikel greift Stadtwerke-Pressesprecher und SPD-Ratsmitglied Marcus Lufen die Elektrizitätswerke Schönau aus dem Schwarzwald sehr direkt an:

„Unser Enerbest-Blue-Tarif ist gerechnet auf den Jahresverbrauch eines Dreipersonenhaushalts 31,50 Euro teurer als der billigste Ökostromanbieter. Aber finanziert der auch den Nahverkehr und die Bäder in Bielefeld“

Die Netzkauf-Genossenschaft aus Schönau erhielt im Jahr 2011 von Festredner Sigmar Gabriel den Innovationspreis der SPD als ein „Musterbeispiel für dezentrale Energieversorgung unter Vorrang erneuerbarer Energien“. Das können die Stadtwerke Bielefeld nun nicht von sich behaupten. Stadtwerke-Bielefeld-Sprecher Lufen stellt sogar klar, dass man auf den Handel mit klimaschädlichem Kohle- und gefährlichem Atomstrom nicht verzichten will:

„100 Prozent Ökostrom ist nicht unser Geschäftsmodell“

… leider, sollte man hinzufügen.

Dies zeigt einen falschen Fokus, der immer wieder zu skurilen Aussagen auch von der Geschäftsführung  führt. Vor einiger Zeit forderte Friedhelm Rieke die Abschaltung von Windrädern am Wochenende, hat dann aber doch eingesehen, dass an der Stilllegung der alten Stadtwerke-Kohlekraftwerke kein Weg vorbei führt.

Zum ÖPNV und dem wichtigen Aspekt sozial gerechter und klimafreundlicher Mobilität äußerte  Stadtwerke-Geschäftsführer Rieke bei einer Energiewende-Diskussion in der Universität:

„Das würde uns schon weh tun, weil es einige Tickets weniger mit sich bringt“.

Dieselbusse werden Ihren Teil dazu beitragen, dass Grenzwerte in der Innenstadt überschritten werden. Neue Konzepte für erneuerbare und gesunde Mobilität sind notwendig.

Schon bei unserer Auftakt-Mahnwache und kürzlich bei Gesprächen im Rathaus haben Politikerinnen und Politiker mehrerer Fraktionen und Gruppen die Petition unterzeichnet. Wir freuen uns jetzt erstmal über die begonnene Diskussion und sind gespannt wie es in der Stadtpolitik weitergeht!

Nach der Petitions-Übergabe schauten wir auf ein Gespräch bei Klaus Rees von den Grünen vorbei und versuchten im Anschluss spontan ein paar aufgeworfene Fragen zum Klimaschutzkonzept der Stadt und dem Energiekonzept der Stadtwerke im Umweltamt zu stellen. Mangels Geprächspartner verschoben. Einen schönen Schnappschuss hat es aber eingebracht:

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Einladung zur Übergabe der Petition „Ökostrom.STADT + Graustrom.ENDE“ im Bielefelder Rathaus

Ein Vor- und Leitbild für diese Petition:
Der leider schon verstorbene Träger des Alternativen Nobelpreises und SPD-Bundestagsabgeordnete Hermann Scheer ist ein gutes, motivierendes Vorbild für die Stadt Bielefeld und das städtische Unternehmen Stadtwerke. Im Jahr 2010 sagte er zur Umsetzung der Energiewende:

Meine Überzeugung ist, dass dieser Wechsel schneller realisiert werden kann, wenn wir alle dafür notwendigen Kräfte mobilisieren, im Zeitraum etwa eines Vierteljahrhunderts – weltweit, in einigen Ländern und Regionen auch schon früher“

Petition für Energiewende in Bielefeld

  • 779 Menschen unterstützen „Ökostrom.STADT + Graustrom.ENDE“

  • Übergabe am Donnerstag 12.05.2016 um 11 Uhr im Bielefelder Rathaus

Zuletzt bei den Bielefelder Nachtansichten gab es regen Zuspruch und so konnten insgesamt 779 Unterstützende für die Petition gewonnen werden. Die Sammlung fand aus Anlass der Jahrestage der Atomkatastrophen von Fukushima und Tschernobyl in den Monaten März und April 2016 statt. Ziel ist eine Diskussion und Beschlussfassung für eine beschleunigte Bielefelder Energiewende im Rat der Stadt Bielefeld.

Am Donnerstag erfolgt im Raum G 235 des Rechtsamtes im Neuen Rathaus die öffentliche Übergabe an den Vorsitzenden des Bürgerausschusses, Herrn Henrichsmeier. Interessierte Bürgerinnen und Bürger, sowie Medien sind herzlich eingeladen. Für eine visuelle Untermalung der Anregungen wird eine plastische Umsetzung des Sprichwortes „der Strom kommt aus der Steckdose“ sorgen.

Petition mit Begründung: https://www.openpetition.de/petition/online/oekostrom-stadt-bielefeld-jetzt-graustrom-ende-bei-den-stadtwerken-bielefeld

Bericht von der Abschluss-Unterschriftensammlung:
http://bielefeld-steigt-ein.de/letzte-unterschriftensammlung-blitzlichter-aus-bielefeld

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Letzte Unterschriftensammlung: Blitzlichter aus Bielefeld

 Am 30. April haben wir zu viert nochmal über 250 Unterschriften auf den Nachtansichten gesammelt und haben damit 779 Unterstützende für unsere Anregung an die Bielefelder Politik. Der Petitionsanhänger mit Discokugel passte zum Programm des Abends. An unserem 2. Haltepunkt an der Kunsthalle wurden wir von einem freien Mitarbeiter der NW interviewt. Es erschien ein schöner, kleiner Artikel:

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http://www.nw.de/lokal/bielefeld/mitte/mitte/20781451_Initiative-sammelt-Unterschriften-fuer-Oekostrom.html

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An der Kunsthalle war auch die Anti-Kaselowsky-Initiative aktiv und forderte Hinweise zur Nazi-Vergangenheit an einem in der Kunsthalle hängenden Porträt des damaligen Oetker-Chefs.

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Weiter ging es über Naturkundemuseum …

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… und Galerie 61 …

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… zum Kunstverein Bielefeld. Dort wurde dem DJ, der feinste Discoklänge auflegte, auch ein Petitionsflyer überreicht. Viele Menschen unterschrieben.

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Am alten Markt kam Stadtwerke Geschäftsführer Uekmann (über der Frau mit der roten Jacke) mit Familie am Petitionswagen vorbei. Auch er bekam einen Flyer. Etwas unschön ist, dass er sich zu der Ausssage herabließ: „Das kommt nicht durch“. So kann man Menschen natürlich auch von der Transparenz, Nachhaltigkeit und Bürgernähe der Stadtwerke überzeugen. Schauen wir mal ;-)

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Via Rathaus ging es zur „Raumstation“ in der Mittelstraße, wo wir auf einen Stadtwerke-Angestellten trafen, der uns von Fehlern im AKW Grohnde berichtete. Offenbar machen Defekte und Versäumnisse unter Technikern im Unternehmen die Runde, auch wenn sich Unternehmen und Stadt nicht dazu äußern.

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Nach dem Theaterlabor Tor 6 machte das Petitionsmobil noch bei Artists Unlimited, am Kesselbrink und dem historischen Museum Station.

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Am Cutie unter dem Ostwestfalendamm endete die Nacht…

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… mit einem Fläschen Sekt und dem Tanz in den Mai. Dort konnte ich noch ein Gespräch mit dem Bielefelder Jusovorsitzenden führen, der versprach, sich mit den Beschlussvorlagen auseinanderzusetzen.

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Heute: Tag der Erneuerbaren Energien + „Last Chance“ Petition zu unterschreiben!

Heute bis Mitternacht kann man noch: http://bielefeld-steigt-ein.de/#unterschreiben. Schon gesammelte Listen können noch eine Woche lang bei openpetition.de hochgeladen werden. Heute Abschluss-Sammlung auf den Bielefelder Nachtansichten.

Die Neue Westfälische veröffentlichte zum heutigen Tag der erneuerbaren Energien ein Interview. Raten Sie mal mit wem… mit einem RWE-Vorstand. Vielen Menschen denken zurecht bei RWE zuerst an den notorischen Braunkohletagebau- und Atomkraftwerksbetreiber und Werbung mit „greenwashing“-Effekt.

Den Stadtwerken Bielefeld geht es ähnlich: Kommunale Eigentümer im Nacken, die Energiewende verschlafen und auf Atom- und Kohlestrom gesetzt. Sie wollen nach aktuellen Planungen auch nicht mit dem Atom- und Kohlestromhandel aufhören. Mit der Petition „Ökostrom.STADT + Graustrom.ENDE!“ wollen wir den Stadtrat anregen, eine echte Energiewende zu beschließen und diese bei den Stadtwerken einzufordern!

Nach Fukushima hat der Bielefelder Rat nur „zur Kenntnis genommen“, dass sein Stromkontingent aus dem gemeinsam mit E.ON betriebenen AKW Grohnde irgendwann im Jahr 2018 endet. Bei Defekten, wie aktuell im Kühlsystem des AKW, hört man von der Bielefelder Politik keine kritischen Töne. Das muss sich ändern!

Heute Nacht wird mit einem Fahrradanhänger, Antiatom-Fahne und mit per Ökostrom-Akku betriebener Discokugel auf den Nachtansichten der letzte Tag der Unterschriftensammlung gefeiert. Anfang Mai gehen wir dann in die Diskussion mit dem Stadtrat und freuen uns auf Unterstützung bei der Petitionsübergabe und den weiteren Terminen bei der Stadt. Die werden wir nochmal groß ankündigen.

Danke für alle Unterschriften!

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Petitions-Endspurt bei den „Nachtansichten“

Noch bis Samstag 30.4.2016 um Mitternacht kann die Petition „Ökostrom.STADT + Graustrom.ENDE“ unterschrieben werden. Mit einem beleuchteten Petitions-Fahrradanhänger ziehen wir von 17:45 bis 23 Uhr bei den „Nachtansichten“ durch Bielefeld. Vor vielen Veranstaltungsorten sammeln wir nochmal was das Zeug hält.

Ab 23 Uhr werden wir die letzten Papierlisten abfotografieren, hochladen und Postleitzahl pro Unterschrift eintippen, damit auch alle Unterschriften gezählt werden.

Um 0 Uhr ist dann eine Flasche Sekt fällig. Auf das der Stadtrat unser Engagement würdigt und die Beschlussvorlagen umsetzt, die wir dem Bürgerausschuss im Mai öffentlich übergeben.

Vorläufiger Fahrplan des Petitions-Mobils:

  • 17:45 Uhr Historische Sammlung Bethel, Kantensiek 9
  • 18:15 Uhr Kunsthalle Bielefeld
  • 18:45 Uhr NAMU
  • 19:15 Uhr Galerie 61, Neustädter Str. 10
  • 19:45 Uhr Bielefelder Kunstverein, Welle 61
  • 20:15 Uhr Theater am alten Markt
  • 20:45 Uhr Altes Rathaus Bielefeld
  • 21:15 Uhr Raumstation, Mittelstr. 9
  • 21:45 Uhr Tor 6 Theaterhaus, Hermann-Kleinewächter-Str. 4
  • 22:15 Uhr Artists Unlimited, Viktoriastr. 24
  • 22:45 Uhr Historisches Museum Bielefeld
  • Abschluss der Sammlung und Hochladen der Listen.

Aktuelle Infos auf http://bielefeld-steigt-ein.de

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Medien-Info: Bürgerbeteiligung gestartet, Petition für Energiewende in Bielefeld

Die Stadt Bielefeld beteiligt sich am Samstag an der symbolischen Aktion „Earth Hour“ und schaltet an eingen Gebäuden für 2 Stunden die Lichter aus, da dies laut Anja Ritschel, Beigeordnete für Umwelt und Klimaschutz, für den „bewussten Umgang mit Energie sensibilisiert.“

Wir, die Initiative „Bielefeld steigt ein“, möchten mehr als Symbolik und haben diesen Anlass genutzt,  um unsere Forderungen an die Stadt Bielefeld: „Atom- und Kohleausstieg!“, den Medien zu erklären. Eine Anfrage von der Neuen Westfälischen haben wir schon bekommen. Man wunderte sich, was es denn bringt bei der Stadt die Lichter auszuschalten, wenn eh keiner da ist am Abend.

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Medien,


Aus Anlass der Jahrestage von zwei großen Atomkatastrophen hat ein Bündnis aus 
Bielefeld eine Petition gestartet: Vom 5. Fukushima- bis zum 30. 
Tschernobyl-Jahrestag kann "Ökostrom.STADT + Graustrom.ENDE" auf 
http://bielefeld-steigt-ein.de unterzeichnet werden. Im Anschluss werden die 
Beschlussvorlagen an die Stadt Bielefeld übergeben. In der angehängten PDF-Datei 
erfahren Sie ausführlich, warum Bielefeld (noch) kein Vorbild beim Strommix ist, 
wie wir Bielefeld ab 2017 erneuerbar bekommen wollen und welche Gefahren vom 
nahen AKW Grohnde ausgehen.

Unsere Medieninformation in ganzer Länge:

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Bericht + Bilder von der Fukushima-Mahnwache am 5.3.2016 in Bielefeld

Trotz schlechten Wetters konnten wir Dank gutem Teamwork und mit der Unterstützung der angrenzenden Kirche einiges in der Bielefelder Fußgängerzone aufbauen. Durch die fleißigen HelferInnen  konnten wir, gestärkt mit Kaffee und Kuchen, 90 Unterschriften für unsere Forderungen „ÖkostromSTADT + GraustromENDE“ gewinnen. Danke!

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Gegen 13 Uhr stand fast alles. Kurz zuvor war auch der Stadtwerke Geschäftsführer Uekmann vorbeispaziert ;-)

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Immer wieder kamen Interessierte an den Stand, ließen sich zum Ökostrom-Wechsel beraten und unterschrieben für ÖkostromSTADT + GraustromENDE, sowie für die Beibehaltung der Brennelementesteuer.

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Gut kooperiert haben wir auch mit einem Cateringservice und dem Blumenstand am Alten Markt. Neben unserer Mahnwache war immer ein Parkplatz frei. Zudem sorgen zwei Straßenmusiker zu Beginn für schöne Musik.

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Fast nicht zu erkennen: Ein löchriges AKW in der Altstadt.

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Um 14 Uhr stellten wir die neue Kampagne einem Reporter der NW vor, um 15 Uhr dann via Lautssprecheranlage den BielefelderInnen. Thema war auch das „Bielefelder“ AKW Grohnde, das heute nicht mehr genehmigungsfähig wäre und bekannten Gefahren nicht standhalten kann. Die deshalb eingeleitete Klage gegen den Weiterbetrieb des AKW Grohnde brachten wir den BielefelderInnen näher.

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Dr. Angelika Claußen berichtete vom Fukshima-Tschernobyl-Kongress der IPPNW, von aktuellen Aktivitäten für die Stilllegung der Urananreicherung in Gronau und der Brennelementefabrik in Lingen, die auch für extrem anfällige Reaktoren in Belgien und Frankreich arbeiten.

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Das in sich zusammenfallende AKW sorgte bei der Störfallsimulation mit „Feedback“-Atomalarm nach der Kundgebung und beim Abbau für irritierte Blicke.  So soll es sein. Danke an alle Beteiligten!

Am 11.3.2016 ab 16:30 Uhr findet ebenfalls am alten Markt eine weitere Fukushima-Mahnwache mit Plakatausstellung statt. Die Ausstellung stammt von „.ausgestrahlt“, Veranstalter ist Greenpeace.

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