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Im Gespräch zum Thema „Graustrom.ENDE“

Nach einer nichtöffentlichen Stellungnahme der Stadtwerke Bielefeld Ende 2016 im Bielefelder Rathaus haben wir nachgefragt, wann mit öffentlicher Präsentation zu rechnen sei: „Nicht geplant“, sagte eine Vertreterin der Stadt. Das halten wir für ein Mißverständnis.

Auch einige „Fakten“ der Stadtwerke klingen merkwürdig:

„[…] vielen Dank für Ihre Auskünfte. Da wir uns mit einer nicht öffentlichen Stellungnahme der Stadtwerke natürlich nicht zufrieden geben, habe ich eine Nachfrage, um in unserer Presseinfo und weiteren Aktionen keine falschen Informationen zu veröffentlichen.

Die von Ihnen zitierte Stellungnahme der Stadtwerke wirkt abgeschnitten. Es fehlt die Begründung, warum die Börsenstrommengen unverzichtbar sind. Zudem war nie die Forderung von uns „EEG-Strom“ zu handeln, sondern auf Atom- und Kohlestromhandel zu verzichten (und dafür alternative Konzepte zum Börsenhandel, z.B. mit finanzieller Bürgerbeteiligung, zu entwickeln).

Besonders widersprüchlich ist, dass die Stadtwerke einerseits behaupten, ein reiner KWK-Stromhandel sei unmöglich, sie aber andererseits einen „Bielefeldstrom“-Tarif anbieten, der genau das tut: KWK-Strom aus Bielefelder Anlagen verkaufen = Stromhandel ohne Kohle- und Atomstrom“

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, beim gemeinsamen Anti-Atom-Neujahrstreffen von Aktionsbündnis „Bielefeld steigt aus“ und der Initiative „Bielefeld steigt ein“ am Mittwoch, 25.01.2017 ab 18:30 Uhr im Umweltzentrum Bielefeld auf das Jahr 2016 zurückzublicken und bei Windrad-Bier und Bio-Brause den neuesten Stand und weitere Aktionen  zu diskutieren.

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Fakten zum Bielefelder Strom

Energieträgermix Stadtwerke Bielefeld

Die Stadtwerke Bielefeld beziehen weit mehr Atomstrom als der Bundesdurchschnitt, denn Sie sind Miteigentümer des Atomkraftwerk Grohnde. Von dort soll – nach Planungen der Stadt und der Stadtwerke – bis Mitte 2018 der Großteil des Stadtwerke-Stroms kommen:


Energieträgermix_Bielefeld

Das AKW Grohnde darf laut Bundesatomgesetz bis Ende 2021 betrieben werden. Vor kurzem ist aus Sicherheitsgründen Klage gegen den Weiterbetrieb des AKW eingelegt worden.

Zur Zeit ist unklar, wo die Stadtwerke sich nach 2018 positionieren wollen: Als Atom- und Kohlestrom-Händler oder als zukunftsfähiges und nachhaltiges Unternehmen, das endlich auf Kohle- und Atomstrom verzichtet.

Ökostrom bei der Stadt Bielefeld:
Im Jahr 2011 waren es 0,53 %

In den aktuell stattfindenen Workshops der städtischen Veranstaltung „Zukunftsforum Klimaschutz“ wurden einige Fakten vom Umweltamt zusammengetragen und im Januar 2016 ausgegeben.

Sehr beeindruckend ist der geringe Anteil an zertifiziertem Ökostrom am Gesamtstrom kommunaler Gebäude [in Bielefeld]: Im Jahr 2011 waren es sagenhafte 0,53 % oder 88 MWh.

Teurer Ökostrom von den Stadtwerken

Während das Land NRW durch den Umstieg auf günstigen Ökostrom ab 2016 ca. 8 Milliionen Euro pro Jahr einspart, sind die Stadtwerke Bielefeld noch ganz die „alte Schule“: Ökostrom und der neue „Bielefeld-Strom“ aus Kraft-Wärme-Kopplung werden teurer angeboten, als der hochgefährlich erzeugte Atomstrom und der schmutzige Kohlestrom. Allerdings unterbieten Ökostrom-Pioniere sogar den Preis des Bielefelder Atomstroms. Unsere Schwesterseite http://bielefeld-steigt-aus.de hat einen Vergleich veröffentlicht:
Oekostrom_Bielefeld_2016_web

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