Bielefeld: Petitionsübergabe im Mai, akute Fragen zum AKW Grohnde

Unsere Petition „Ökostrom.STADT + Graustrom.ENDE!“ ist mittlerweile im Rathaus ein Thema und wurde dort auch schon fleißig unterschrieben. Umweltdezernentin und Rechtsamt sind im Gespräch zu Übergabemodalitäten. Wir freuen uns darauf, über den Bürgerausschuss auf die Tagesordnung des Rates zu gelangen. Im Rat kann dann Diskussion und eine hoffentlich positive Entscheidung für die Bielefelder Energiewende stattfinden.

Aktuell gibt es auch konkrete Fragen zum aktuellen Schaden im AKW Grohnde, die in einer „offenen Email“ an die Pressesprecher der Stadtwerke, den Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld, die Umweltdezernentin und die Parteien im Bielefelder Rat gestellt wurden:

Wieder einmal sind bei Wartungen im AKW Grohnde gefährliche Schäden, diesmal im Kühlsystem, entdeckt worden. Passenderweise zum 30. Tschernobyl-Jahrestag verkündete E.ON nun eine Auszeit von weiteren 4 Wochen.

Ich wünsche mir, sowohl von der Stadt Bielefeld, als auch von den Stadtwerken Bielefeld, dass solche Störungen prominent auf der Stadtwerke-Bielefeld-Homepage und auf bielefeld.de bekanntgegeben und Hintergründe erläutert werden. Zudem erwarte ich von einem verantwortungsbewussten AKW-Miteigentümer, dass kritisch nachgefragt wird, wie es zu diesen Schäden kommen konnte. Auch das hätte ich dann gerne veröffentlicht gesehen.

Zum Fukushima-Jahrestag verkündete E.ON eine Stromerzeugungs-Weltrekord in Ihrem gemeinsamen AKW, nun gibt es Verschleißerscheinungen im Kühlsystem. Gibt es da einen Zusammenhang?

Ist Ihnen das Szenario der Bundesregierung bekannt, dass bei einem GAU in Grohnde mit bis zu 1000 Toten rechnet?
http://www.noz.de/deutschland-welt/niedersachsen/artikel/704446/behorden-simulieren-super-gau-in-niedersachsen

Mischen Sie sich ein und fordern von E.ON, das AKW schon 2018 aufzugeben, statt weitere Stromkontingente zuzukaufen und bis Ende 2021 weiter zu betreiben? Wie ist der aktuelle Stand dazu?

Wann übernimmt Bielefeld endlich Verantwortung und steigt nach über 30 Jahren aus der Atomstromnutzung aus? In dieser Hinsicht werden wir im Mai mit einer Petition an den Stadtrat herantreten und hoffen auf Unterstützung für unser hoffentlich gemeinsames Ziel: Ein Atomausstieg vor dem nächsten Super-Gau, für den jeder einzelne Schritt zu weniger Atomstrom wichtig und richtig ist.

Mit der Hoffnung auf Antworten,
viele Grüße,

André Plümer

Facebooktwittergoogle_plus